Immunsystem im Alter: So können Sie es stärken
Autor: sl_dhnr · Aktualisiert: 30.4.2025
Das Immunsystem verändert sich im höheren Alter, daher sollten Sie Ihr Immunsystem langfristig stärken! ► Jetzt mehr erfahren
Inhaltsverzeichnis
- Das Immunsystem stärken durch regelmäßige Bewegung
- Das Immunsystem stärken durch eine ausgewogene Ernährung
- Das Immunsystem stärken durch ausreichend Schlaf
Ein gutes Immunsystem schützt Sie vor Viren und Bakterien, die wiederum Krankheiten verursachen. Das komplexe System des Menschen ist von entscheidender Bedeutung für Ihre Gesundheit und schützt Sie vor Infektionen. Insbesondere Senioren sind anfällig für verschiedene Infektionen, da sich das Immunsystem im fortschreitenden Alter verändert.
Immunsystem – Eine Definition
Das Immunsystem ist ein sehr komplexes Abwehrsystem des Körpers gegen Krankheitserreger, wie Bakterien, Viren, Pilzen und verschiedenen Schadstoffen. Eine optimale Funktion des Immunsystems ist für eine allgemeine Gesundheit, den Schutz vor Infektionen sowie für das Wohlbefinden eines Menschen entscheidend.
Unser Immunsystem besteht dabei aus einzelnen Bestandteilen, die gemeinsam wirken und den Menschen vor einer Erkrankung schützen sollen. Dazu gehören Organe und Gefäßsysteme, welche unterteilt werden in primäre lymphatische und sekundäre lymphatische Organe.
Zu den primären lymphatischen Organe zählen das Knochenmark und der Thymus, zu den sekundären lymphatischen Organe zählen die Milz, Mandeln, Schleimhäute und Lymphknoten. Das zentrale Organ des Immunsystems ist das Knochenmark, da dort die meisten Abwehrzellen gebildet werden. Diese gehen im Anschluss über ins Blut und gelangen vor dort aus weiter in andere Organe. Der Thymus ist hinter dem Brustbein, hier entstehen die sogenannten T-Zellen.
In der Milz werden die Abwehrzellen gespeichert, diese attackieren bei Bedarf dann die Krankheitserreger. Zusätzlich werden in der Milz weiße Blutplättchen und rote Blutkörperchen gespeichert und anschließend abgebaut. Die Mandeln sorgen für eine frühzeitige Abwehr von Erregern bereits im Hals. Schleimhäute errichten eine Barriere gegen Krankheitserreger und stellen somit einen bedeutenden Teil des Immunsystems dar. Die Lymphknoten sorgen dafür, dass die Bildung von Antikörpern angeregt wird und Erreger abgefangen werden.
Schaffen es Krankheitserreger trotz unserer komplexen Abwehrkräfte dennoch in unseren Körper, reagieren zwei verschiedene Arten von Systemen:
- Das angeborene Immunsystem
- Das erworbene Immunsystem
Das sogenannte angeborene Immunsystem reagiert als Erstes auf eindringende Erreger, indem es unspezifische körperfremde Stoffe abwehrt. Diese Aufgabe übernehmen im Körper die Schleimhäute und die Haut. Wenn die ersten Barrieren nicht funktionieren, übernehmen weitere abwehrende Zellen und Eiweiße. Die Phagozyten sind die weißen Blutkörperchen, welche die Erreger unschädlich für den Körper machen. Zudem sind natürliche Killerzellen Teil des angeborenen Immunsystems, diese erkennen Körperzellen, welche von Viren und Tumorzellen befallen sind.
Das sogenannte erworbene Immunsystem bildet sich vor der Geburt und in den ersten Lebensjahren des Menschen aus. Sobald das angeborene Immunsystem versagt, setzt das erworbene Immunsystem und damit die spezifische Abwehr des Körpers ein. Die spezifische Immunabwehr muss den Erreger zunächst identifizieren und braucht daher länger, bei einem bekannten Erreger geht es deutlich schneller. Diese Aufgabe übernehmen die Lymphozyten (T- und B-Zellen) und die Antikörper im Blut. Die T-Zellen werden dann aktiv, wenn sich körperfremde Stoffe im Körper befinden, im Anschluss werden verschiedene Stoffe ausgeschüttet, die den Krankheitserreger zerstören.
Wie verändert sich das Immunsystem im Alter?
Unser Immunsystem altert ebenso wie der Rest des Körpers. Dieser Alterungsprozess, auch Immunseneszenz genannt, hat verschiedene Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Grundsätzlich wird das angeborene und das erworbene Immunsystem im Laufe des Lebens eines Menschen immer wieder umgebaut und weiterentwickelt.
Circa ab dem 60. Lebensjahr kommt es dann jedoch zu einem altersbedingten Abbau des Immunsystems und somit zu einer höheren Anfälligkeit für Infektionen bei Senioren. Dieser Prozess betrifft sowohl das angeborene als auch das erworbene Immunsystem. Eine Veränderung dabei ist die geringere Produktion von Antikörpern. Diese sind Proteine, die direkt vom Immunsystem produziert werden, um Erreger zu erkennen und entsprechend zu bekämpfen. So kann es sein, dass im Alter das Immunsystem deutlich langsamer auf eindringende Krankheitserreger reagiert.
Die Zellen der unspezifischen Immunabwehr können im Laufe der Zeit ebenfalls immer schlechter untereinander kommunizieren, dadurch werden geschwächte Zellen weniger gründlich erkannt und aussortiert, was wiederum die Entstehung von chronischen Erkrankungen und Dauerentzündungen, wie beispielsweise Lungenentzündungen, begünstigt.
Die Immunseneszenz hat auch einen Vorteil für Senioren, und zwar treten Allergien dadurch im Alter deutlich seltener auf, da sich das Immunsystem „entspannter“ gegenüber fremden Antigenen zeigt.
Wie kann man das Immunsystem im Alter stärken?
Durch einen gesunden Lebensstil haben Sie die Möglichkeit, Ihr Immunsystem auch im Alter zu stärken. Verschiedene Faktoren, wie ein gesunder Schlaf, gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung haben einen positiven Einfluss auf Ihr Immunsystem und können Sie vor Infektionen schützen. Aber auch die genetische Veranlagung entscheidet über den Zustand Ihres Immunsystems im Alter.
Das Immunsystem stärken durch regelmäßige Bewegung
Bewegung ist ein sehr wichtiger Faktor für die Stärkung Ihres Immunsystems im Alter, da so die Durchblutung gefördert und die Sauerstoffversorgung gesteigert wird. Dadurch werden die Abwehrzellen im Körper aktiviert und der Schutz vor Infektionen wird erhöht. Besonders gut eignen sich regelmäßige Spaziergänge, Fahrradfahren oder Wassergymnastik für Senioren. Wichtig ist dabei immer, dass Sie die Aktivität Ihrem individuellen Fitnessniveau anpassen und Rücksprache mit Ihrem Arzt halten.
Das Immunsystem stärken durch eine ausgewogene Ernährung
Auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung kann dazu beitragen, das Immunsystem im Alter zu stärken, da die Zellen des Immunsystems auf ausreichende Versorgung angewiesen sein. Die Ernährung sollte daher rein an Mineralstoffen und Vitaminen sein, besonders wichtige Nährstoffe für Ihr Immunsystem sind Vitamin D, Vitamin C und Zink.
Zu diesen Lebensmitteln zählen unter anderem:
- frisches Obst & Gemüse
- Proteine beispielsweise in Form von magerem Fleisch, Fisch, Tofu, Bohnen, Quark & Eiern
- gesunde Fette wie Avocado oder Walnussöl
- ballaststoffreiche Lebensmittel, wie Haferflocken und Vollkornbrot
Das Immunsystem stärken durch ausreichend Schlaf
Ein weiterer Faktor für ein gestärktes Immunsystem ist ausreichender Schlaf. Insbesondere Senioren sollten auf genügend sowie qualitativen Schlaf achten, sodass sich das Immunsystem regenerieren kann. Zudem benötigt das Immunsystem in der Schlafphase Zeit, um die gesammelten Informationen über die Krankheitskeime in den Speicher des Abwehrsystems zu überführen.
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Quellen:
- https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/infektionen-und-immunsystem-6443.php
- https://www.gesundheitsinformation.de/wie-funktioniert-das-immunsystem.html
- https://www.gesundheitsinformation.de/welche-organe-gehoeren-zum-immunsystem.html