Müdigkeit im Alter: Definition, Ursache & Tipps
Autor: sl_dhnr · Aktualisiert: 30.4.2025
Wann spricht man von einer übermäßigen Müdigkeit im Alter, welche Ursachen liegen zu Grunde, wie viel Schlaf ist normal? ► Mehr erfahren
Inhaltsverzeichnis
- Tipp 1: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin
- Tipp 2: Schaffen Sie eine entspanntere Schlafumgebung
- Tipp 3: Verbessern Sie Ihre Ernährung
- Tipp 4: Bewegen Sie sich mehr
Oftmals bekommt der Schlaf im höheren Alter eine deutlich wichtigere Bedeutung. Die Müdigkeit im Alter kann mit dem natürlichen Alterungsprozess zusammenhängen, aber auch auf eine Krankheit oder auf Probleme der bestehenden Medikation hinweisen. Eine ständige Erschöpfung kann gerade im Alter zu einer Begleiterscheinung werden, die erheblich die eigene Lebensqualität einschränkt.
Daher ist es wichtig, dass Sie wissen, wann man von einer übermäßigen Müdigkeit im Alter spricht, welche Ursachen übermäßige Erschöpfung haben kann, wie viel Schlaf im höheren Alter normal ist und was Sie selbst gegen Müdigkeit im Alter tun können. All diese Informationen erhalten Sie in diesem Ratgeber.
Starke Müdigkeit im Alter – belastend für den Alltag
Sie kommen immer öfter nur schwer aus dem Bett oder Sie schlafen immer öfter während des Tages? Der gestörte Schlafrhythmus kann den gewohnten Alltag stark durcheinander bringen und sollte daher in jedem Fall beobachtet werden.
Von einer Müdigkeit im Alter wird dann gesprochen, wenn eine gesteigerte Tagesmüdigkeit bei Senioren auffällt. Diese anhaltende Müdigkeit zeigt sich meist über den ganzen Tag, weshalb auch während des Tages häufig geschlafen wird. Oftmals sind Menschen im höheren Alter der Meinung, dass dieses erhöhte Schlafbedürfnis normal ist, sie sollten die auftretende Tagesmüdigkeit jedoch genauer beobachten, insbesondere, wenn weitere Symptome auftreten, wie beispielsweise:
- Stimmungsschwankungen
- Nervosität
- Geringe Motivation
- wiederkehrende Durchschlafprobleme
- Konzentrationsstörung
Durch eine anhaltende Müdigkeit im Alltag kann es zu verschiedenen Szenarien kommen, wie beispielsweise, dass Senioren ihre Medikamente falsch einnehmen, da sie unkonzentriert sind.
Sollten Sie im Alltag noch Autofahren, kann eine bestehende Müdigkeit zur echten Gefahr werden. Leiden Sie also unter starker Müdigkeit im Alter, sollten Sie auf das Autofahren verzichten. Auch im Haushalt kann Ihre Müdigkeit die Unfallgefahr erhöhen, insbesondere die Stolpergefahr erhöht sich dadurch, dass Sie ständig müde sind und kann schnell zu einer Verletzung führen.
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Auch ein Schlaftagebuch kann Ihnen helfen, einen Überblick darüber zubekommen, wie oft Sie unter Abgeschlagenheit, Erschöpfung oder anderen Symptomen leiden.
Wie viel sollten ältere Menschen schlafen?
Im fortschreitenden Alter verändert sich auch der Schlaf – das ist völlig normal und natürlich. Viele der Körperfunktionen verlangsamen sich mit dem Älterwerden, so sinkt beispielsweise die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit und auch das Bedürfnis nach Schlaf verändert sich.
Ein erwachsener Mensch im mittleren Alter benötigt in etwa 6 bis 8 Stunden Schlaf pro Nacht, über 65-Jährige benötigen etwas weniger Schlaf und dieser ist oftmals nicht durchgehend, sondern wird durch Wachphasen unterbrochen. Ein kurzer Mittagsschlaf von etwa 30 Minuten im höheren Alter ist also nicht ungewöhnlich und kein Grund zur Besorgnis.
Ursachen für eine übermäßige Müdigkeit im Alter
Eine übermäßige Müdigkeit im Alter kann verschiedene Ursachen haben, die es genauer zu betrachten gilt. Im höheren Alter steigt leider auch das Risiko für eine Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems, der Gelenke, des Stoffwechsels oder des neurologischen Systems. Diese benötigt sehr viel Energie und erschöpft den Körper daher nicht selten.
Auch die Einnahme von Medikamenten können dafür sorgen, dass Sie deutlich müder in Ihrem Alltag sind. Medikamente behandeln nie nur eine bestimmte Krankheit, sondern haben immer auch eine allgemeine Auswirkung auf den Körper. Daher kann es durchaus sein, dass manche Medikamente eine sedierende Wirkung haben, um möglicherweise die Erholung fördern zu können. Insbesondere Medikamente gegen Schmerzen haben oftmals diese sedierende Wirkung.
Auch fehlende körperliche Aktivität kann dazu führen, dass Sie deutlich häufiger müde sind im Alter. Inaktivität kann dafür sorgen, dass Ihr Körper weniger Energie zur Verfügung hat, die Muskeln werden schwächer und die Durchblutung verschlechtert sich. Das Ergebnis ist, dass Betroffene sich tagsüber sehr müde und abgeschlagen fühlen. Zudem spielt die Ernährung nicht selten eine Rolle bei starker Müdigkeit im Alter. Eine unausgewogene Ernährung führt zu einem Nährstoffmangel und somit zu einem Energiemangel. Dieser Energiemangel wiederum zeigt sich in Form von starker Müdigkeit und Abgeschlagenheit.
4 Tipps gegen starke Müdigkeit im Alter
Eine stark ausgeprägte Müdigkeit im Alter ist nichts, mit dem Sie sich einfach abfinden müssen. Schon durch kleine Veränderungen Ihres Lebensstils kann dieser Müdigkeit entgegengewirkt und die Lebensqualität somit wieder erhöht werden. Im folgenden Abschnitt erfahren Sie unsere Tipps, um Müdigkeit im Alter den Kampf anzusagen.
Tipp 1: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin
Bemerken Sie eine starke und anhaltende Müdigkeit bei sich, sollten Sie immer Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin halten. Ist der Grund für Ihre Müdigkeit eine Erkrankung, dann muss diese entsprechend behandelt werden. Nehmen Sie regelmäßig Medikamente ein, empfiehlt es sich, diese in regelmäßigen Abständen überprüfen zu lassen, denn eine altersgerechte Dosierung der Medikamente, kann dabei helfen, unerwünschte Nebenwirkungen, wie eine starke Müdigkeit zu minimieren. Bei einer erfolgreichen Behandlung oder Einstellung der Medikamente sollte sich auch Ihr Schlaf und Ihre Müdigkeit wieder normalisieren.
Tipp 2: Schaffen Sie eine entspanntere Schlafumgebung
Um Ihre Schlafumgebung zu verbessern, gibt es einige hilfreiche Tipps, mit denen Sie Ihr Schlaferlebnis etwas verbessern können. Ihr Schlafzimmer sollte im besten Fall dunkel, kühl und ruhig sein. Achten Sie zudem darauf, dass sich Smartphones und Fernseher nicht in der Nähe ihres Bettes befinden. Das blaue Licht kann nämlich Ihren Schlaf negativ beeinflussen.
Ein wichtiger Teil Ihrer Schlafumgebung ist auch, dass Sie sich wohlfühlen, denn umso wohler Sie sich fühlen, umso besser schlafen Sie auch. Suchen Sie sich daher Schlafbekleidung aus angenehmen Stoffen aus, die sie nachts nicht jucken oder ähnliches. Auch Ihre Matratze und das Kissen sollten bequem sein. Weiterhin kann es sehr hilfreich sein, wenn Sie sich ein etwas gedimmtes Licht installieren lassen, so starten Sie morgens besser in den Tag.
Tipp 3: Verbessern Sie Ihre Ernährung
Die Ernährung kann einen erheblichen Einfluss auf Ihre Schlafqualität haben, daher empfiehlt es sich grundsätzlich auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Ihre Lebensmittelauswahl sollte im besten Fall aus Obst, Gemüse, Proteine, Vollkornprodukten und gesunden Fetten bestehen. Zudem sollten Sie darauf achten, dass Sie ausreichend Wasser trinken, um Ihren Körper hydriert zu halten. Eine ausgewogene Ernährung kann sowohl Ihre körperliche Gesundheit fördern, als auch Ihre geistige Energie steigern – Sie werden auf jeden Fall von einer Umstellung profitieren.
Sie möchten mehr über das Thema Mangelernährung erfahren? Dann lesen Sie hier weiter.
Tipp 4: Bewegen Sie sich mehr
Die Integration von regelmäßiger Bewegung im Alltag fördert Ihre körperliche Gesundheit, so können beispielsweise Schmerzen in den Gelenken gelindert werden. Aber auch die Lebensqualität kann durch eine solche Veränderung Ihres Lebensstils deutlich verbessert werden.
Die Art und Weise der Bewegung muss selbstverständlich immer an Ihre individuellen Bedürfnisse und Möglichkeiten angepasst sein. Probieren Sie es doch mal mit Spaziergängen an der frischen Luft oder mit leichten Gymnastikübungen.
Quelle:
https://www.barmer.de/gesundheit-verstehen/leben/schlaf/schlaf-im-alter-1057106
https://www.nature.com/articles/s43587-022-00210-2
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/tagesschlaefrigkeit-bei-senioren-ist-ein-warnzeichen-115975/