Schwindel im Alter – Alle wichtigen Informationen

Autor: sl_dhnr · Aktualisiert: 30.4.2025

Hier erfahren Sie, was unter Altersschwindel verstanden wird, welche Ursachen zugrunde liegen & welche Behandlungen es gibt. ► Jetzt lesen!

Inhaltsverzeichnis

  • Welche Formen von Schwindel gibt es?
  • Wie ein Hausnotruf Sie bei Schwindel im Alter unterstützen kann

Kennen Sie das Gefühl, alles dreht sich oder es fühlt sich an als verlieren Sie den Boden unter den Füßen und man ist kurz vor einem Sturz? Circa 20-30 % der Menschen leiden im Laufe ihres Lebens an Formen von Schwindel. Insbesondere ältere Menschen berichten oftmals von Schwindelanfällen und Gleichgewichtsstörungen. In diesem Artikel erfahren Sie, was unter Altersschwindel verstanden wird, welche Ursachen zugrunde liegen und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

Was ist Altersschwindel?

Unter Schwindel versteht man eine empfundene Störung des Gleichgewichts, häufig fallen sowohl Gehen als auch Stehen dadurch sehr schwer, in einigen Fällen kommt es zusätzlich zu starkem Schwitzen, Hör- oder Sehstörungen sowie zu einer Übelkeit mit oder ohne Erbrechen. Dieses Gefühl der Machtlosigkeit empfinden Betroffene häufig als äußerst beängstigend.

Altersschwindel ist eine Form von Schwindel, die vorwiegend bei älteren Menschen auftritt, dabei handelt es sich um eine Störung des Gleichgewichtsorgans im Innenohr. Grundsätzlich sind ältere Menschen deutlich häufiger von Schwindel betroffen als jüngere Menschen, circa 50 % der Betroffenen sind sogar älter als 70 Jahre. Schwindel ist jedoch keine eigene Krankheit, sondern ein Symptom und die Ursachen können sehr unterschiedlich sein.

Altersschwindel kann die Lebensqualität sowie die Gestaltung des Alltags von Betroffenen sehr stark einschränken und muss daher immer ernst genommen werden.

Welche Formen von Schwindel gibt es?

Schwindelanfälle im Alter lässt sich in verschiedene Formen unterteilen. Gemeinsam haben die meisten dieser Formen, dass eine Störung im Gleichgewichtssystem vorliegt.

SchwindelformBeschreibungMögliche Ursachen
DrehschwindelDrehschwindel tritt anfallartig auf und ist durch eine mit oder gegen den Uhrzeigersinn wahrgenommene Drehempfindung gekennzeichnet.Die Ursache liegt im Gleichgewichtssinn. Zudem kann diese Form auch Folge der Menière-Krankheit sein, diese tritt durch eine Stoffwechselstörung im Innenohr auf. Auch Migräne kann eine Ursache sein.
SchwankschwindelSchwankschwindel tritt bei Bewegung auf und kann im Ruhezustand verschwinden. Betroffene haben oftmals das Gefühl als schwanke der Boden, was eine Angst vor Bewegung auslösen kann.Die Ursache ist in vielen Fällen eine beidseitige Erkrankung des Gleichgewichtsorgans.
Gutartiger LagerungsschwindelLagerungsschwindel kann mit kurzzeitigen Schweißausbrüchen und Übelkeit einhergehen, ist aber vergleichsweise harmlos.Meist tritt diese Form nach schnellen Bewegungen des Kopfes auf, beispielsweise wenn sich die Position im Liegen verändert.
Hals-Wirbelsäulen-SchwindelDiese Form geht meist einher mit Benommenheitsgefühlen, Kopfschmerzen und einem Kribbeln in Händen und Armen.Die Ursache hierfür können Verspannungen im Nacken oder Schulterbereich sein, die wiederum durch Fehlhaltung oder einen Bandscheibenvorfall verursacht werden können.
Psychogener SchwindelBei dieser Form tritt eine Benommenheit und ein Gefühl des wankenden Bodens sowie ein Fallgefühl auf. Häufig tritt sie in bestimmten Situationen auf.Die Ursache für diesen Schwindel sind Stress, Sorgen sowie Ängste, also seelische Belastungen.
Zentraler SchwindelBei diesem Schwindel liegt eine Schädigung des Gehirns vor. Oftmals gehen weitere Symptome, wie Seh-, Schluck- oder Sprechstörungen mit einher, sogar Lähmungserscheinungen können auftreten. Beim Verdacht auf diese Schwindelform, kontaktieren Sie umgehend einen Arzt.Die Ursache ist meist eine Schädigung oder Erkrankung des Kleinhirns, wie beispielsweise eine Durchblutungsstörung.

Warum nimmt der Schwindel im höheren Alter zu?

Schwindel kann bei Menschen jeden Alters aus den verschiedensten Gründen auftreten, jedoch gelten Senioren ab dem 65. Lebensjahr als besonders gefährdet. Ein höheres Alter bringen eine Reihe von Voraussetzungen mit sich, welche die Entstehung von Schwindelattacken begünstigen.

Für das Gleichgewicht im Körper ist ein Zusammenspiel aus 3 Sinnesorganen zuständig. Das Gleichgewichtsorgan im Innenohr erfasst alle Drehbewegungen des Körpers, die Augen stellen optische Informationen über unsere Umgebung bereit und unsere Muskeln vermitteln die Position des Körpers bzw. bestimmter Körperteile. Nur wenn diese 3 perfekt aufeinander abgestimmt sind, kann die Balance gehalten werden und es kommt nicht zu Schwindelgefühlen.

Im fortschreitenden Alter kommt es zu Veränderungen im Körper und es entsteht eine Disbalance der Sinnesorgane. Die Leistung des Gleichgewichtsorgans im Innenohr lässt nach, die Augen werden schlechter und es findet eine Abnahme der Muskelmasse statt. Dieser natürliche Alterungsprozess führt also dazu, dass viele ältere Menschen unter Schwindel leiden.

Ein weiterer Grund für Altersschwindel sind alterstypische Erkrankungen, wie beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen, zu niedriger oder zu hoher Blutdruck, Stoffwechselstörungen, Diabetes mellitus oder kognitive Störungen. Auch als Nebenwirkungen von Medikamenten kann Schwindel im Alter auftreten. Viele ältere Menschen leiden unter Krankheiten und müssen regelmäßig Medikamente einnehmen, kommen mehrere Wirkstoffe zusammen, kann es zu diesen unerwünschten Nebenwirkungen kommen.

Auch psychische Ursachen können Altersschwindel zugrunde liegen, wie Einsamkeit, Depression, Angst oder Trauer.

Behandlungsmöglichkeiten bei Altersschwindel

Bei der Behandlung von Altersschwindel kommt es immer auf die Ursache an, oftmals kann aber auch schon eine Anpassung der Lebensweise oder eine Änderung der Medikamenteneinnahme helfen.

Sie können verschiedene Übungen durchführen, um Ihr Gleichgewichtsorgan zu stärken, um so das Risiko für Schwindelattacken zu reduzieren. Zu diesen Übungen zählen:

  • Kniebeugen
  • Zehengang
  • Abwechselnde Beinanwinkeln

Zudem kann es Ihnen helfen Ihre Ernährung anzupassen, achten Sie auf gesunde und ausgewogene Mahlzeiten, zudem sollten Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Auch regelmäßiger Sport kann Ihnen helfen, das Gleichgewicht zu trainieren und Gangunsicherheiten zu vermeiden.

Sollten diese Tipps keine Abhilfe schaffen, empfehlen wir Ihnen einen Arzt aufzusuchen und eine Behandlung bei einem Neurologen sowie bei einem HNO-Arzt in Betracht zu ziehen. Möglicherweise ist eine spezielle Schwindeltherapie notwendig.

Wie ein Hausnotruf Sie bei Schwindel im Alter unterstützen kann

Schwindelgefühle und eine Gangunsicherheit können große Besorgnis und Ängste auslösen, vielleicht hatten Sie auch schonmal Angst das Haus zu verlassen oder meiden andere Bereiche Ihres Lebens aus Angst vor einem Sturz?

Schwindel im Alter kann die Lebensqualität von Betroffenen stark einschränken, da die Angst vor dem Schwindel und dem damit verbundenen Unfall zu einer Übervorsicht führt und eine Isolation stark fördert. Ein Hausnotruf kann Ihnen die sehnlichst gewünschte Sicherheit in den eigenen vier Wänden zurückgeben. Hausnotrufe gibt es auch als mobile Variante , so können Sie auch unterwegs unbesorgt sein.

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