Wadenkrämpfe im Alter – Ursachen & Prävention
Autor: sl_dhnr · Aktualisiert: 30.4.2025
Im Alter kommt es nicht selten zu Wadenkrämpfen. Warum ist das so? Was können Sie akut gegen tun? Wie können Sie vorbeugen?
Inhaltsverzeichnis
- Warum treten Wadenkrämpfe vor allem nachts aus?
- Wie können Sie Wadenkrämpfen im Alter vorbeugen?
Ziehen sich Muskeln in der Wade krampfhaft und plötzlich zusammen, ist das für Betroffene sehr unangenehm und stört gleichzeitig den so wichtigen Schlaf. Im Alter kommt es nicht selten zu Wadenkrämpfen, warum das so ist, was Sie akut gegen einen Muskelkrampf tun können und wie diesem effektiv vorbeugen können, erfahren Sie in unserem Ratgeber.
Was passiert im Körper bei einem Wadenkrampf?
Ein Wadenkrampf ist ein sehr plötzliches, kurzes, unkontrolliertes und schmerzhaftes Zusammenziehen eines Muskels oder einer Muskelgruppe. Meist kommt so ein Wadenkrampf ohne Vorwarnung, der Muskel verhärtet sich spürbar und ist unbeweglich.
Diese Muskelkrämpfe treten besonders häufig in der Nacht auf und können bis zu mehreren Minuten anhalten. Die Schmerzen im Bein können sogar noch mehrere Stunden nach dem Beginn des Muskelkrampfs spürbar sein.
Neben den Schmerzen eines Beinkrampfes ist die Störung des Schlafes ein weiteres Problem, denn Schlafmangel kann dazu führen, dass Sie tagsüber erschöpft und unkonzentriert sind und in schlimmeren Fällen auch zu psychischen Erkrankungen führen.
Wieso kommt es vermehrt zu Wadenkrämpfen im Alter?
Wadenkrämpfe kommen im höheren Alter deutlich häufiger vor als bei jüngeren Menschen. Oftmals sind Muskelkrämpfe völlig harmlos, dennoch sollten Sie der Ursache auf den Grund gehen, insbesondere dann, wenn Sie häufiger unter Beinkrämpfen leiden. Die Ursachen für Wadenkrämpfe im Alter sind meist zu wenig Bewegung im Alltag, zu wenig aufgenommene Flüssigkeit oder ein Mineralstoffmangel, wie beispielsweise ein Mangel an Magnesium.
Sind Betroffenen in der Mobilität eingeschränkt, können sie sich weniger bewegen, die Folge ist dann ein Abbau der Muskulatur und die Verkürzung von einzelnen Muskeln. Nicht selten kommt es zu einem Flüssigkeitsmangel, da im Alter das Durstempfinden immer mehr nachlässt. Auch der Hunger kann im Alter abnehmen, was eine Mangelernährung begünstigt und somit zum Fehlen von wichtigen Nährstoffen führen kann.
Hinweis: Achten Sie darauf genügend Wasser oder Tee zu trinken und versuchen Sie sich, wenn möglich, ausreichend zu bewegen. Tägliche Spaziergänge sind eine wunderbare Art, Bewegung in den Alltag zu bringen. Auch die Einnahme von Magnesium kann hilfreich sein, sprechen Sie dazu vorab mit Ihrem Arzt oder Ärztin.
Grundsätzlich wird zwischen verschiedenen Arten von Wadenkrämpfen im Alter unterschieden:
- Idiopatische Krämpfe entstehen ohne erkennbare Ursache
- Paraphysiologische Krämpfe entstehen durch ein Ungleichgewicht von wichtigen Mineralstoffen, wie beispielsweise Magnesium und Natrium
- Symptomatische Krämpfe sind eine Begleiterscheinung von Erkrankungen, die beispielsweise das Herz, Nervensystem oder den Stoffwechsel betreffen. Auch als Nebenwirkung von Medikamenten treten Muskelkrämpfe auf
Warum treten Wadenkrämpfe vor allem nachts aus?
Wadenkrämpfe im Alter treten besonders häufig in der Nacht auf und stören den Schlaf von Betroffenen erheblich. Dies hat verschiedene Gründe, wie beispielsweise eine nicht ausreichende Flüssigkeitsaufnahme vor dem Schlafengehen, was wiederum zu einem Ungleichgewicht im Elektrolythaushalt führen kann.
Zudem kann es im Alter durch eine Mangelernährung und eine reduzierte Flüssigkeitszufuhr zu einem Mangel an Magnesium kommen, dieser macht sich dann besonders nachts durch Krämpfe in den Waden bemerkbar. Der Grund dafür ist, dass in Ruhephasen der Magnesiumspiegel weiter sinkt und durch Bewegung im Schlaf ein Krampf im Bein ausgelöst werden kann.
Was hilft akut bei einem Wadenkrampf?
Kommt es akut zu einem Wadenkrampf im Alter, gibt es einige Maßnahmen, die Sie sofort durchführen können. Probieren Sie gerne unsere folgenden Tipps gegen Wadenkrämpfe im Alter aus:
- Ziehen Sie die Fußspitze zu Ihrem Körper und treten Sie mit der Ferse nach vorne
- Versuchen Sie aufzustehen und gehen Sie ein paar Schritte
- Massieren Sie Ihre verkrampfte Wade leicht
- Umfassen Sie Ihren Oberschenkel mit der Hand und drücken Sie den Fuß in die Matratze
Wie können Sie Wadenkrämpfen im Alter vorbeugen?
Im besten Fall kommt es erst gar nicht zu einem Wadenkrampf – daher gibt es einige präventive Maßnahmen, mit denen Sie Wadenkrämpfe im Alter in vielen Fällen vorbeugen können.
Zu den vorbeugenden Maßnahmen von Muskelkrämpfen zählen:
- Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme
- Nährstoffreiche Ernährung
- Regelmäßiges Dehnen der Muskulatur
- Regelmäßige Bewegung
- Das richtige Schuhwerk
Um Wadenkrämpfen im Alter vorzubeugen, empfiehlt es sich, dass Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen und auf eine nährstoffreiche Ernährung zu achten, so können Sie Störung des Elektrolythaushaltes sowie einem Magnesiummangel entgegenwirken.
Regelmäßige Dehnübungen helfen dabei, sich flexibler und fitter zu fühlen und können zudem Wadenkrämpfen im Alter effektiv entgegenwirken. Grundsätzlich ist es sehr sinnvoll, regelmäßige Bewegung in seinen Alltag einzubauen, natürlich nur, wenn dies möglich ist. Ausreichend Bewegung ist gut für das Herz-Kreislaufsystem und kann zudem Muskelkrämpfe entgegenwirken. Versuchen Sie regelmäßige Spaziergänge zu machen oder Sportarten, wie Schwimmen oder Yoga auszuprobieren.
Auch unpassendes Schuhwerk kann Wadenkrämpfe im Alter begünstigen, orthopädische Einlagen können Abhilfe schaffen. Grundsätzlich sollten Sie darauf achten, dass Sie nicht zu kleine oder große Schuhe tragen.
Sollte die Einnahme von bestimmten Medikamente der Grund für Ihre Wadenkrämpfe sein, können Sie in Absprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin das entsprechende Medikament wechseln. Leiden Sie häufig unter Muskelkrämpfen und kommen beispielsweise Gangunsicherheiten hinzu, empfehlen wir Ihnen einen Arztbesuch.
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Quelle:
https://gelenk-klinik.de/gelenke/wadenkraempfe.html https://www.der-niedergelassene-arzt.de/biofaktoren/news-details/biofaktoren/biofaktoren-mangel-im-alter https://www.aok.de/pk/magazin/koerper-psyche/muskel-skelett-system/was-hilft-gegen-wadenkraempfe/ https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/symptome/wadenkraempfe-ursachen-therapien-selbsthilfe-1003707.html